Pressemitteilung des backup_festival: [strictlypublic] - Videokunst im öffentlichen Raum


 Abgebildetes Video: 'Skip and Return' von Jan Verbeek
 

Im urbanen Lebensraum sind Nischen entstanden, um Information, vor allem Werbung zu veröffentlichen. [strictlypublic] erschließt sich diese Bereiche unter ganz eigenen Gesichtspunkten. In den letzten zwei Jahren wurden durch die Initiative von Gudrun Kemsa, Anke Landschreiber, Monika Pirch und Myriam Thyes Videoclips von insgesamt 27 KünstlerInnen in vier Städten Deutschlands (Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln) gezeigt.

Die Gruppe greift bestehende Strukturen auf, ihre Arbeiten bevölkern u.a. Videoboards in Bahnhöfen, auf öffentlichen Plätzen. Deren soziales und räumliches Umfeld, der urbane Lebensraum, Bahnhöfe als Knotenpunkte öffentlichen Verkehrs und die eigentlichen Nutzer aus Wirtschaft und Werbung werden thematisiert. Das Format solcher Infoscreens diktiert eine Cliplänge von 20 bis 30 Sekunden.

Die KünstlerInnen inszenieren in diesem kurzen Zeitraum prägnante Geschichten. Mit reduzierten, rein visuellen Mitteln erzeugen sie eine Spannung, die die flüchtige Situation verdichtet und die Passierenden zum Stillstand bringt. Die Videoclips wirken nachhaltig durch ihre Brüche mit den vertrauten Methoden der Medien des öffentlichen Raumes.

backup_festival präsentiert in der Festivalwoche vom 5. bis zum 11. November 2001 [strictlypublic] in Leipzig. 17 verschiedene Clips werden auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof zu sehen sein. Ein zweites Programm mit längeren, audiovisuellen Arbeiten einiger Künstler wird in der Ausstellung gezeigt. Die Auswahl der Filme wurde von [strictlypublic] getroffen. Unser Dank geht an die Deutsche-Städte-Medien Agentur GmbH Leipzig für die Kooperation und Unterstützung.